Was das Insekt nicht kennt, das frißt es nicht – Neues aus der Wissenschaft

Mehrere Tausend einheimische Insektenarten in Deutschland sind von einheimischen Gehölzen abhängig. Allerdings – wie auch hier neulich berichtet – werden in der Bundesrepublik im Zusammenhang mit Anpassungen an den Klimawandel zunehmend gebietsfremde Baumarten gepflanzt. Senckenberg-Forschende zeigen in Kooperation mit weiteren Wissenschaftlern, dass die Verwendung einheimischer Baumarten unabdingbar ist, um dem Rückgang einheimischer Insektenarten zu begegnen.

Lesen Sie weiter auf der Seite der Senkenberg-Gesellschaft: https://www.senckenberg.de/de/pressemeldungen/was-das-insekt-nicht-kennt-das-frisst-es-nicht-einheimische-gehoelze-fuer-etwa-ein-drittel-der-insekten-in-deutschland-unverzichtbar/

In einem neuen Escape Spiel Rätsel aus der Welt der Bestäuber lösen – ein Spiel für den Unterricht

Eine ganze Stadt für Insekten wieder lebenswert gestalten: Ab sofort können Spielerinnen und Spieler in die faszinierende und bunte Welt von „Project Pollination: A Buzzing Rescue” eintauchen. Das Educational Escape Spiel schärft auf spielerische Weise das Bewusstsein für Bestäuber und Biodiversität.

Das browserbasierte Spiel nimmt die Spielenden mit in eine fiktive Stadt, die den Titel „BiodiverCity – Die Stadt mit der höchsten Biodiversität Deutschlands“ gewinnen möchte. Um dies zu erreichen, müssen sie unter Zeitdruck Rätsel und Aufgaben rund um das Thema Bestäubung lösen. Doch nur wer das Stadtbild am Ende maßgeblich verändert und ein Paradies für Bestäuber wie Schwebfliegen, Bienen und Schmetterlinge geschaffen hat, gewinnt den ersten Platz.

Entwickelt wurde „Project Pollination: A Buzzing Rescue” von einem Team aus der Besuchenden- und Bildungsforschung und der Ausstellungsabteilung des Museum Koenig Bonn in enger Zusammenarbeit mit der Gamification Agentur Pfeffermind in Berlin. Es richtet sich an alle Spielbegeisterte und Interessierte ab 13 Jahren.

Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=ExXNvzLcoE8

Zum Spiel: https://projectpollination-lib.de/

„Gewinner des Klimawandels: Das Taubenschwänzchen“

„Komm mal her, in unserem Garten ist ein Kolibri“, ruft es aus dem Garten. Tatsächlich, das Tier, das dort fliegt, sieht einem Kolibri sehr ähnlich….
So beginnt ein Arbeitsblatt zum Taubenschwänzchen, einem Wanderfalter, der aufgrund der wärmeren Temperaturen jetzt auch bei uns in nördlicheren Regionen zu finden ist.

Hier geht´s zum Download der PDF

Hier geht´s zum Download der Word-Datei. 

Bitte beachten Sie, dass je nach Word-Version Teile verschoben sein können. Meine Anordnung können Sie in der PDF sehen. Aber viele Interessierte sagten mir, dass sie gerne die Word-Version zum Bearbeiten hätten.

Nachweis des Farbensehens bei der Honigbiene – ein Film mit Experiment zur Rotblindheit

Im Film wird die Methode einer Blaudressur vorgeführt. Nach der Dressur wird im Versuch gezeigt, daß die Blaudressur erfolgreich war und die Bienen die blaue Farbe von allen Graustufen zu unterscheiden vermögen. Während der Futterdressur auf das Blaue Feld wird zur Vermeidung einer Ortsstetigkeit der Bienen die Konstellation der Felder häufig gewechselt. Mit der gleichen Methode wird die Rotblindheit der Bienen nachgewiesen. Das Freilandexperiment zeigt sehr anschaulich, wie man vorgeht und ist auch für die Sekundarstufe I geeignet

Den interessanten Film des IWF Wissen und Medien finden Sie hier. Er steht auch als Download zu Verfügung.

Welche Farbe kann die Honigbiene nicht sehen? – ein Rätsel

a) blau

b) grün

c) gelb

d) rot

Tatsächlich können Bienen kein Rot sehen.

Bienen und Hummeln sind wie der Mensch Trichromaten mit drei Rezeptortypen. Deren maximalen Empfindlichkeiten liegen jedoch mit 350 Nanometern (Ultraviolet) bereits im UV-Bereich des Spektrums, mit 450 Nanometern (Blauviolett) beim Blau und 530/580 Nanometern beim Grün-Gelb. Die Biene nimmt also UV-Licht wahr, dafür aber kein Rot – diese Wellenlängen erscheinen ihnen wie Schwarz.

Die Informationen zum Farbensehen bei Tieren im Vergleich zum Menschen sind sehr schön von der Fachhochschule Köln als Unterlagen zu Vorlesungen an der Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik zusammengestellt worden. Sie finden die Seite hier.

Wie schützt sich die Raupen des Kohlweißlings gegen Fressfeinde – ein Rätsel

a) Sie rollen sich in die Kohlblätter ein.

b) Sie sind genauso gefärbt und dadurch getarnt.

c) Sie sind für Fressfeinde ungeniesbar, weil sie Kohl fressen.

d) Sie sind nachaktiv und verstecken sich tagsüber in den Blattachsen.

Tatsächlich ist c) richtig. Um sich vor Fressfeinden zu schützen, wandeln die Raupen Bestandteile des Kohls in für andere Tiere ungenießbare Stoffe um. Durch diese Technik werden sie nur selten von anderen Tieren gefressen.

Solche Rätsel kann man in Kombination mit Steckbriefen als „Biodiversität in 5 Minuten“ nutzen. Studien zeigen, dass Schülerinnen und Schüler nicht viele Tier- und Pflanzenarten kennen, aber die Artenkenntnis schon durch regelmäßige fünf Minuten im Unterricht erweitert werder und dies zu zusätzlichen Naturerfahrungen führen kann. Im nächsten Blogbeitrag erfahren Sie mehr…

Das Heupferd – Spannende Systematik mit Rätseln und Steckbriefen

Im letzten Blog ging es um das Tier, das seine Ohren nicht am Kopf hat. Das Rätsel kann man als Aufhänger nehmen, um die Systematik der Insekten spannend zu thematisieren. Rätsel kommen immer gut an und dann liest man auch gerne einen Steckbrief über das Heupferd und lernt etwas über Lebensweise, Entwicklung und Besonderheiten der aufregenden Tiere. Hier kann man den Steckbrief herunterladen.

Welches Tier hat seine Ohren nicht am Kopf? – ein Rätsel

a) Schnecke

b) Heupferd

c) Laubfrosch

d) Libellenlarve

Männliche Heupferde locken Partner mit lauten Zirp-Gesängen an. Diese Laute werden aber nicht wie beim Menschen oder vielen anderen Tieren mit Stimmbändern, sondern mit sogenannten Stridulationsorganen auf den Vorderflügeln erzeugt. Dazu rasselt ein Heupferd-Männchen seine Flügel aneinander. Die Klänge entstehen also so ähnlich, wie bei einem Kamm an einer Tischkante. Andere Heupferde hören diese Rufe (und andere Geräusche) übrigens nicht mit Ohren am Kopf, sondern mit Gehörorganen in den Vorderbeinen. Wenn man genau hinschaut, kann man die Hörorgane in der Schiene der Vorderbeine sehen. Sie funktionieren ähnlich wie unser Trommelfell (Tympanum). Daher heißen sie auch Tympanalorgan.