Welse stranden, um Tauben zu fangen – Französische Studie zu einer interessanten Angepasstheit nutzbar für den Evolutionsunterricht

Im französische Albi im Fluss Tarn gibt es Welse, die aus dem Wasser Tauben auflauern und stranden, um sie zu fangen. Dieses Verhalten ist für Süßwasserfische bisher nicht nachgewiesen worden.
Frédéric Santoul von der Universität in Toulouse führte dazu eine umfangreiche Studie durch, die zeigt, dass nur die Tiere bis 1,5 m dieses Verhalten zeigen und nur auf sich bewegende Tauben reagieren.

Er vermutet, dass die in diesem Gebiet eingewanderten Tiere sich damit einen Vorteil verschaffen, um an Nahrung zu gelangen, wenn das Fischangebot nicht groß ist.
Hier ist ein Artikel mit einem Video, das die Tiere beim Fang zeigt: https://www.discovermagazine.com/the-catfish-that-strands-itself-to-kill-pigeons-379
Hier ist der Forschungsartikel https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0050840, der für den Unterricht drei PPT-Folien zu den Ergebnissen enthält.
Das Bild ist übrigens in Tschechien aufgenommen, wo der Wels heimisch ist und bis zu 2m lang werden kann.

Ein Frosch, der auf Bäumen lebt – ein Amphibienrätsel

Der Baumhöhlenfrosch lebt auf Bäumen und bekommt auch dort Nachwuchs. Aber wie geht das eigentlich? Er gehört doch zu den Amphibien, d.h. zu den Lebenwesen, die vor der Metamorphose auf Wasser angewiesen sind. Und tatsächlich haben die Kaulquappen auch Kiemen.

Ein schönes Beispiel für biologische Vielfalt und als Rechercheaufgabe als @on für Interessierte sehr geeignet. Recherchieren Sie selbst!

„Glückshormon“ Dopamin macht Fruchtfliegen blind für Gefahren – Neues aus der Wissenschaft

Männliche Fruchtfliegen ignorieren einer internationalen Studie zufolge Gefahren wie Fressfeinde, wenn sie mit Balz und Paarung beschäftigt sind. Das Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Carolina Rezaval (Universität Birmingham) war daran interessiert, wie das Gehirn Entscheidungen trifft und dabei Chancen und Risiken gegeneinander abwägt. Sie fanden heraus ,dass im fortgeschrittenen Stadium der Balz, wenn die Paarung nahe ist, die Fruchtfliegen-Männchen eine simulierte Bedrohung ignorieren.

Den ganzen Artikel finden Sie auf der Seite des IWD: https://nachrichten.idw-online.de/2024/09/02/glueckshormon-dopamin-macht-fruchtfliegen-blind-fuer-gefahren

Blumentopfschlange oder Gießkannenegel: Welches Tier gibt es? – ein Rätsel

Tatsächlich gibt es die Blumentopfschlange (Indotyphlops braminus, Syn.: Ramphotyphlops braminus), auch Brahmanen-Wurmschlange. Sie ist eine ungiftige Schlangenart aus der Familie der Blindschlangen.

Blumentopfschlangen leben grabend in Laubstreu oder Erde zwischen Pflanzenwurzeln und ernähren sich von Insekten, deren Eiern und Larven. Als einzige bekannte Schlangenart vermehren sie sich rein parthenogenetisch. Wahrscheinlich wurde sie bei uns mit an Pflanzen anhaftender Erde eingeführt. Aufgrund der parthenogenetischen Fortpflanzung reicht ein verschlepptes Tier dabei aus, um eine neue Population zu gründen.

Sie hat noch ein weiteres spannendes Charakteristikum, wie ihr auf der Seite von INaturalist lesen könnt: https://www.inaturalist.org/guide_taxa/1894404

iNaturalist hat übrigens eine sehr beliebteste Natur-Apps. Mit ihr kannst du Pflanzen und Tiere in deiner Umgebung identifizieren. Darüber hinaus kannst du durch das Melden und Teilen deiner Beobachtungen Daten in Forschungsqualität für Wissenschaftler zur Verfügungstellen. iNaturalist ist eine gemeinsame Initiative der California Academy of Sciences und der National Geographic Society.

Wie schaffen es Nager, dass ihre Zähne immer scharf bleiben? – ein Bionikrätsel

Dies ist ein vergrößerter Schneidezahn einer Maus. Deutlich sieht man, dass der Zahn aus zwei Schichten besteht, dem äußeren gelben, harten Zahnschmelz und dem helleren, weichen Zahnbein (Dentin). Beim Fressen wird das weichere Dentin abgerieben, so dass nur der harte Zahnschmelz an der Spitze stehen bleibt.

Das Prinzip macht man sich auch bei selbstschärfenden Messer zunutze. Auf der Seite von Biokon finden Sie weitere Infos dazu.

Seepferdchen und Meerschweinchen – Witze im Biologieunterricht

Ein Schwein und ein Pferd treffen sich im Meer beim Baden.Sagt das Schwein: „Seepferdchen habe ich mir aber ganz anders vorgestellt.“ Darauf das Pferd: „Und ich mir Meerschweinchen.“

Witze kann man wunderbar zur selbständigen Recherche einsetzen. Wieso ist das Seepferdchen kein Pferd. Zu welcher Gattung, Familie, Klasse gehört es. Systematik in der Biologie?
Und das Meerschweinchen. Wieso heißt es so; es lebt doch nicht am Meer. Und zu den Schweinen gehört das Tier auch nicht.

Witze eignen sich außerdem gut zur Sprachförderung. Viele Witze kann man nur verstehen, wenn man die Wortbedeutungen kennt. „Zu welcher Familie gehört der Wal?“, fragt die Lehrerin. Meldet sich Paul: „Ich kenne keine Familie, die einen Wal hat.“ Teekesselchen, d.h. Wörter, die eine doppelte Bedeutung haben, kann man auch gut zur Begriffsbildung einsetzen. Zelle und Zelle oder Blatt und Blatt sind da nur die gängigen Beispiele.

NABU|naturgucker-Reisen – Neues Programm für 2026

Wir bieten den Teilnehmer*innen Reisenden geführte Touren in Kleingruppen, auf denen sie die Natur in ihrer schönsten Form erleben und gleichzeitig ihr Wissen über Arten und Lebensräume vertiefen können. Um den verschiedenen individuellen Interessenschwerpunkten und Reisevorlieben gerecht zu werden, richten wir Reisen aus drei unterschiedlichen Kategorien aus.

Die mit NABU|naturgucker-Reisen erwirtschafteten Erträge dienen alle ausschließlich gemeinnützigen Zwecken. Wenn Sie sich die reisen anschauen wollen, finden Sie sie auf der Seite des NABU: https://nabu-naturgucker.de/reisen/

Die Waldfibel eine kostenlose App vom BMEL

Die App ermöglicht einen spielerischen Zugang zu vielen Inhalten des Waldes. Mit der Panoramakarte gehen Schülerinnen und Schüler auf einen Waldspaziergang und entdecken die Waldbewohner, zu denen es dann zahlreiche Informationen und auch viele Tierstimmen gibt. Sie können an einem Wald-Quiz teilnehmen, Bäume bestimmen und Bäume in Ihrer Umgebung messen.

Auf der Seite des BMEL gibt es auch noch Zusatzmaterial, wie die Waldfibel als Broschüre, den Wald-Zeitstrahl und Videos über den Wald: https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/Waldfibel-LeichteSprache.html

Milchviehhaltung in Moorlandschaften – eine interessante Einschätzung

Kann in wiedervernässten Mooren weiterhin Milchviehhaltung betrieben werden und wenn ja unter welchen Voraussetzungen? Mit diesen Fragen und den Herausforderungen für die Milcherzeugung befasst sich auch die Forschung.

Eine interessante Übersicht auf der Seite des Bundesinformationszentrums für Landwirtschaft: https://www.praxis-agrar.de/forschung-fuer-die-praxis/forschungsuebersichten/milchviehhaltung-in-moorlandschaften