Exkursionen zu Blauen Klassenzimmern – ein kostenloses Umweltbildungsangebot der EGLV für Schulklassen und Kitas

Unter dem Motto „Mach mit_ Entdecke dein Blaues Klassenzimmer“ verbinden zehn pädagogische Lernmodule mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten das Thema Umweltbildung mit einer praxisnahen Naturerfahrung direkt vor Ort in den Blauen Klassenzimmern an den renaturierten Emscher- und Lippe-Gewässern. Das Exkursionsprogramm richtet sich insbesondere an die Sekundarstufe I und II, Berufsschulen, Orientierungsstufen, Grundschulklassen und Kitagruppen.

Unmittelbar dort, wo EGLV unter anderem einst offene Schmutzwasserläufe zu idyllischen Gewässerlandschaften umgestaltet haben, können interessierte Naturbegeisterte die ökologische Entwicklung von Flora und Fauna in den neuen blaugrünen Lebensräumen hautnah erleben und nachvollziehen. Durchgeführt werden die Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Team der Aquatischen Ökologie unter der Leitung von Prof. Dr. Daniel Hering (Fakultät Biologie an der Universität Duisburg-Essen).

Wenn Sie das Angebot interessiert, finden Sie es auf der Seite der EGLV: https://bildung.eglv.de/project/blaues-klassenzimmer

Mehrgleisig gegen Trockenheit: Sukkulente Pflanzen schützen sich durch vielfältige Anpassungsstrategien

Wie passen sich Pflanzen an Trockenheit und Hitze an? Neue Studien zu Pflanzen der Kanarischen Inseln zeigen, dass Anpassung nicht durch ein einzelnes Merkmal bestimmt wird, sondern durch das Zusammenspiel ganzer Eigenschaftspakete. Selbst nahverwandte Pflanzen können dabei sehr unterschiedliche Wege einschlagen.

Offenbar sind die Überlebensstrategien sukkulenter Pflanzen deutlich vielfältiger als nur ein an Wassermangel angepasster Photosynthese-Mechanismus. Vielmehr entwickeln Pflanzen in Trockengebieten ein ganzes Bündel an zusätzlichen Eigenschaften, um optimal an ihre Umwelt angepasst zu sein. In Klimakammer-Versuchen im Botanischen Garten München-Nymphenburg fanden Forschende nun heraus, dass selbst nahverwandte Pflanzen vom selben Standort teilweise sehr unterschiedliche Eigenschaften und Merkmale kombinieren.

Den Artikel können Sie auf der Seite des SNSB lesen: https://snsb.de/mehrgleisig-gegen-trockenheit

Ein Bach ist mehr als Wasser… Materialien für einen fächerverbindenden, projektorientierten Unterricht zum Thema Ökologie und Schutz von Fließgewässern

Mit unseren Modulen für die Sekundarstufe, getrennt empfohlen für die Klassen 5 bis 7, 8 bis 10 und 11 bis 13 können Lehrerinnen und Lehrer fächerverbindenden und projektorientierten Unterricht gestalten, und auf diese Weise Verständnis und den bewussten Umgang mit unseren Gewässern insbesondere unter den stetig zunehmenden Herausforderungen des Klimawandels zu bewirken. Darüber hinaus werden neben den Modulen zu den Lebensräumen für viele Tier- und Pflanzenarten, welche einen Beitrag zur Biodiversität leisten und die Widerstandsfähigkeit der Bäche und ihrer Umgebung gegen die Folgen des Klimawandels stärken, weitere Themen angeboten.

Die Materialien finden Sie auf der Seite der Klimabildung Hessen: https://www.klimabildung-hessen.de/ein-bach-ist-mehr-als-wasser.html

Das Najuversum – ein Internettipp für Kinder und Jugendliche

Macht man einen Spaziergang durch den Wald, dann hört man ihren Gesang: Auf der Internetseite der Naturschutzjugend findest du viele Audio-Beispiele, die dir helfen, den Gesang der Vögel auseinanderzuhalten. Du erfährst auch, welche Arten in den Bergen leben und welche an Gewässsern. Dein Wissen kannst du in einem Quiz testen.

Und vieles Spannendes über die Tiere und Pflanzen in Wiese, Wald, Stadt, Gewässer und Gebirge. Außerdem gibt es Experimente, Videos, Spiele und Bastelideen im Archiv. Hier geht´s zur Seite vom Najuversum: https://www.najuversum.de/

BUND-Gewässerreport mit Beispielen für den Unterricht – immer noch aktuell

Die Qualität der deutschen Gewässer ist nicht gut. Rund 92 Prozent der Seen und Flüsse sind in einem „beklagenswerten Zustand“, so der BUND.

Der BUND-Gewässerreport ist nicht nur als Grundlage des Gewässerzustandes in Deutschland geeignet, sondern ich fand ihn auch für den Untericht interessant, da es für jedes Themenfeld,wie z.B. Eutrophierung, Gewässerausbau, Umweltbildung, Amphibien, Wasserkraft, Positiv- und Negativbeispiele gibt.

Damit kann man neben den sonst oft schlechten Nachrichten auch mal zeigen, was Politik im Sinne der Nachhaltigkeit bewirken kann. Eignet sich auch sehr gut für Aufgaben zur Bewertungskompetenz: https://www.bund.net/fluesse-gewaesser/gewaesserreport/

Milchviehhaltung in Moorlandschaften – eine interessante Einschätzung

Kann in wiedervernässten Mooren weiterhin Milchviehhaltung betrieben werden und wenn ja unter welchen Voraussetzungen? Mit diesen Fragen und den Herausforderungen für die Milcherzeugung befasst sich auch die Forschung.

Eine interessante Übersicht auf der Seite des Bundesinformationszentrums für Landwirtschaft: https://www.praxis-agrar.de/forschung-fuer-die-praxis/forschungsuebersichten/milchviehhaltung-in-moorlandschaften

Mit dem Duftstoff-Navi zum Nektar – Blüten manipulieren „stehlende“ Hummeln für bessere Bestäubung

Duftstoffe von Blüten wirken nicht nur über die Luft, sondern auch als Geschmacksstoffe im Nektar. Das hat ein deutsch-US-amerikanisches Forschungsteam unter Leitung der Universität Ulm herausgefunden. Es konnte zeigen, dass Springkraut-Blüten Hummeln mit einem ausgeklügelten chemischen Leitsystem zum Nektar führen. Mit dieser raffinierten Strategie verhindern die Pflanzen auch, dass die Insekten nur den Nektar stehlen, ohne ihre Arbeit als Bestäuberinnen zu verrichten. Die Ergebnisse der Studie wurden im renommierten Fachjournal Current Biology veröffentlicht.  

Den Artikel der Uni Ulm finden Sie hier: https://www.uni-ulm.de/nawi/naturwissenschaften/nawi-detailseiten/news-detail/article/mit-dem-duftstoff-navi-zum-nektar/

Naturschutz-Paradoxon: Invasive Arten sind in ihrer alten Heimat oft bedroht

Vom Menschen eingeführte nichtheimische Arten gehören zu den Haupt-Verursachern des globalen Artenrückgangs – bei 60 Prozent der in den vergangenen Jahrzehnten weltweit ausgestorbenen Arten waren sie mitverantwortlich. Zu den nichtheimischen Säugetieren gehören in Mitteleuropa Arten wie die Wanderratte, das Mufflon oder der Mink. Nun zeigt eine Studie unter Leitung von Biolog*innen der Universität Wien und der La Sapienza Universität in Rom, dass manche dieser von Menschen verbrachten Arten in ihrem Heimatgebiet selbst gefährdet sind.

Wenn Sie weiterlesen möchten, können Sie das auf der Seite der Universität Wien: https://medienportal.univie.ac.at/media/aktuelle-pressemeldungen/detailansicht/artikel/naturschutz-paradoxon-invasive-arten-sind-in-ihrer-alten-heimat-oft-bedroht/