Naturdetektive – eine Seite des Bundesamtes für Naturschutz für Kinder

Naturerfahrung weckt Neugier und Wissensdurst. Die Naturdetektive-Seiten beantworten Kinderfragen und helfen, Vorgänge in der Natur zu verstehen. Kurze Artikel informieren über Pflanzen, Tiere und Lebensräume und führen die kleinen Leser kindgerecht an Umweltthemen heran. Mitmachseiten ermuntern sie dazu, die Natur zu erforschen. So lernen Kinder die Natur um sie herum kennen, schätzen und schützen.

Viele Hintergrundmaterialien für Erwachsene, auch für den Unterricht.

Hier geht´s zu den Seiten der Naturdetektive beim BfN

Warum ziehen Grizzly-Bären jedes Jahr Anfang August ins Hochgebirge – ein Rätsel

a) Sie ziehen dort ihre Jungen auf.

b) Sie finden dort Nahrung.

c) Sie suchen sich Höhlen für den Winter.

Tatsächlich ist Antwort c) richtig. Allerdings gibt es dort keine Säugetiere, Fische oder Vögel als Beute, sondern kleine Nachtfalter, die Erdeulen, die zu Tausenden dort schlüpfen. Die Grizzlys fressen in den nächsten 30 Tagen etwa 40.000 Falter täglich, die ihnen die Hälfte ihres Kalorienbedarfes eines Jahres sichern. Unglaublich aber wahr…

Pompeji – eine neue Ausstellung im Neanderthalmuseum

Pompeji wurde beim Vulkanausbruch des Vesuvs unter einer mehrere Meter dicken Ascheschicht begraben.
Die Sonderausstellung lädt ein, den Alltag der Menschen in der einst reichen römischen Stadt und die letzten Stunden bis zu ihrem Untergang nachzuempfinden. Immersive Videoinstallationen veranschaulichen die Pracht der gefundenen Wandmalereien faszinieren.

Weitere Informationen auf der Seite des Neanderthalmuseums

Wer fällt schon mal betrunken vom Baum? – ein Rätsel

a) Hirschkäfer b) Schwarzhandklammeraffen c) Pantherchamäleons d) Waschbären

Tatsächlich ist es der Hirschkäfer. Hirschkäfer halten sich besonders gern in Eichenwäldern auf, wo sie sich von zuckerhaltigen Pflanzensäften ernähren, die aus Baumwunden der Eichen austreten. Da die Pflanzensäfte an der Austrittsstelle zu Alkohol vergären können, lässt sich nicht selten beobachten, wie betrunkene Hirschkäfer von den Eichen purzeln.

Abhängen, schlafen und fressen – Energiesparen auf Faultierart

Alles macht das Faultier in Zeitlupe. Das ist eine sehr besondere Angepasstheit zum Energiesparen. Welche Fakten sind kein Fake?

a) Faultiere bewegen sich langsam und verbrauchen so wenig Energie für die Muskeln.

b) Faultiere fahren nachts ihre Körpertemperatur von 33 auf ca. 23 Grad herunter.

c) Ihrem Kopf können sie um 270 Grad drehen. So erreichen sie mehr Nahrung ohne großen Kletteraufwand.

d) Pro Tag isst das Faultier nur eine Handvoll Blätter, die 6 bis 7 Tage im Magen bleiben.

Alle Fakten sind richtig. Faultiere sind Vegetarier und fressen Blätter, Blüten, Triebe und Früchte. Das Dreifingerfaultier frisst im Gegensatz zum Zweifingerfaultier nur von Ameisenbäumen. Daher sind in unseren Zoos fast nur Zweifingerfaultiere. Daher sind in unseren Zoos fast nur Zweifingerfaultiere. Dieses Video wurde in einer Auffangstation in Südamerika gedreht. Vielen Dank an Kiki;-)

Welche Farbe kann die Honigbiene nicht sehen? – ein Rätsel

a) blau

b) grün

c) gelb

d) rot

Tatsächlich können Bienen kein Rot sehen.

Bienen und Hummeln sind wie der Mensch Trichromaten mit drei Rezeptortypen. Deren maximalen Empfindlichkeiten liegen jedoch mit 350 Nanometern (Ultraviolet) bereits im UV-Bereich des Spektrums, mit 450 Nanometern (Blauviolett) beim Blau und 530/580 Nanometern beim Grün-Gelb. Die Biene nimmt also UV-Licht wahr, dafür aber kein Rot – diese Wellenlängen erscheinen ihnen wie Schwarz.

Die Informationen zum Farbensehen bei Tieren im Vergleich zum Menschen sind sehr schön von der Fachhochschule Köln als Unterlagen zu Vorlesungen an der Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik zusammengestellt worden. Sie finden die Seite hier.

Wie schützt sich die Raupen des Kohlweißlings gegen Fressfeinde – ein Rätsel

a) Sie rollen sich in die Kohlblätter ein.

b) Sie sind genauso gefärbt und dadurch getarnt.

c) Sie sind für Fressfeinde ungeniesbar, weil sie Kohl fressen.

d) Sie sind nachaktiv und verstecken sich tagsüber in den Blattachsen.

Tatsächlich ist c) richtig. Um sich vor Fressfeinden zu schützen, wandeln die Raupen Bestandteile des Kohls in für andere Tiere ungenießbare Stoffe um. Durch diese Technik werden sie nur selten von anderen Tieren gefressen.

Solche Rätsel kann man in Kombination mit Steckbriefen als „Biodiversität in 5 Minuten“ nutzen. Studien zeigen, dass Schülerinnen und Schüler nicht viele Tier- und Pflanzenarten kennen, aber die Artenkenntnis schon durch regelmäßige fünf Minuten im Unterricht erweitert werder und dies zu zusätzlichen Naturerfahrungen führen kann. Im nächsten Blogbeitrag erfahren Sie mehr…

Welches Tier hat seine Ohren nicht am Kopf? – ein Rätsel

a) Schnecke

b) Heupferd

c) Laubfrosch

d) Libellenlarve

Männliche Heupferde locken Partner mit lauten Zirp-Gesängen an. Diese Laute werden aber nicht wie beim Menschen oder vielen anderen Tieren mit Stimmbändern, sondern mit sogenannten Stridulationsorganen auf den Vorderflügeln erzeugt. Dazu rasselt ein Heupferd-Männchen seine Flügel aneinander. Die Klänge entstehen also so ähnlich, wie bei einem Kamm an einer Tischkante. Andere Heupferde hören diese Rufe (und andere Geräusche) übrigens nicht mit Ohren am Kopf, sondern mit Gehörorganen in den Vorderbeinen. Wenn man genau hinschaut, kann man die Hörorgane in der Schiene der Vorderbeine sehen. Sie funktionieren ähnlich wie unser Trommelfell (Tympanum). Daher heißen sie auch Tympanalorgan.

Mit welchem Tier ist die Seekuh verwandt? – ein Rätsel

a) Robbe

b) Elefant

c) Wal

Tatsächlich ist Antwort b) der Elefant richtig. Unter den heute lebenden Tieren sind die Elefanten die nächsten Verwandten.

Neben den Walen und den Robben sind Seekühe das dritte größere Taxon meeresbewohnender Säugetiere.

Im Duisburger Zoo sind aktuell zwei Seekühe im neuen Rio Negro Becken eingetroffen. Es lohnt sich die ungewöhnlichen Tiere dort zu besuchen.