BUND-Gewässerreport mit Beispielen für den Unterricht

Die Qualität der deutschen Gewässer ist nicht gut. Rund 92 Prozent der Seen und Flüsse sind in einem „beklagenswerten Zustand“, so der BUND.

Der BUND-Gewässerreport ist nicht nur als Grundlage des Gewässerzustandes in Deutschland geeignet, sondern ich fand ihn auch für den Untericht interessant, da es für jedes Themenfeld,wie z.B. Eutrophierung, Gewässerausbau, Umweltbildung, Amphibien, Wasserkraft, Positiv- und Negativbeispiele gibt.

Damit kann man neben den sonst oft schlechten Nachrichten auch mal zeigen, was Politik im Sinne der Nachhaltigkeit bewirken kann. Eignet sich auch sehr gut für Aufgaben zur Bewertungskompetenz.

Ecogon – ein Brettspiel zum Ökosystem

„Ob kooperativ oder gegeneinander, die Regeln von Ecogon sind einfach: Baut euch Tiere, Pflanzen und Lebensräume so zusammen, dass möglichst viele Arten einen Platz zum Überleben finden.“, so führt Micha Reimer von Gaiagames in das Spiel ein.

Vorwissen braucht es keines, aber die Artenkenntnis wird spielerisch erweitert, wenn du dein Ökosystem aufbaust. Spaß, Wissen, Bewußtsein und Handeln gehört bei Ecogon zusammen.

Aber nicht nur das Spielen macht Spaß. Ergänzt wird das Ganze um die ökologischen Grundlagen unter dem Bereich „Bildung“ auf der Seite von Ecogon.

Dies war übrigens wieder ein Tipp von einer Kollegin, die offensichtlich gerne spielt.

Eine Kokosnuss ist keine Nuss

Kokospalmen sind die hauptsächliche Nahrungs- und Rohstoffquelle für die Bewohner der tropischen Küsten. Aber auch bei uns hat die Kokosnuss viele Anhänger.

August Engelhardt ging 1902 im heutigen Papua-Neuginea an Land, erwarb dort eine Kokosplantage und gründete den „Kokovorismus“, heute würde man sagen eine Sekte, die darauf gründete, dass die reine Kokosdiät unsterblich macht und der ständige Verzehr zu einem gottähnlichen Zustand führe.

Eine Nuss ist die Kokosnuss allerdings nicht, da nicht alle drei Schichten der Fruchtwand verholzen. Die Kokosnuss gehört wie Pfirsich, Kirsche oder Olive zu den Steinfrüchten, bei denen nur die innere Schicht, der Endokarp, verholzt ist.

Übrigens sind die drei Dellen, die man an einem Ende der Kokosnuss sieht, die Keimlöcher. Nur aus einem, dem weichsten, kommt ein Keimling. Hier kann man die Kokosnuss auch besonders gut öffnen.
Und wer ist der Palmendieb?

Fressmaschine Mensch?

Deutsche essen ca 550 – 650 kg pro Jahr. Bei einem Durchschnittsgewicht von 84 kg ist das ca. das 6,5 bis 7,7 fache des Körpergewichts; also nichts im Vergleich zum Maulwurf;-)

Im Durchschnitt ist jeder Deutsche pro Jahr ca.:
125 kg Obst
90 kg Gemüse
86 kg Kilo Brot
68 kg Kilo Kartoffeln
50 kg Fleisch
34 kg Milchfrischprodukte
31 kg Wurst- und Fleischwaren
22 kg Käse
18 kg Kilo Geflügel
14 kg Fisch
9 kg Schokolade
(Quelle: Stat. Bundesamt)

Lernen mit Comics: Neuer Artikel in der MNU

„Obwohl Comics überall präsent sind und sich großer Beliebtheit erfreuen, werden sie oft als triviale Literuatur angesehen, die sich für die Vermittlung von Fachinformationen nicht eignet oder sogar falsche Vorstellungen wecken kann“, so beginnt ein Artikel über die Lernwirksamkeit von Comics (Wenning, Kredzic, Sandmann) in der aktuellen MNU (03/2018).
Dass alle Schülerinnen und Schüler mit Comics nicht nur mit hoher Wirksamkeit lernen, sondern sie für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler sogar noch einen besonders hohen Lerneffekt bieten, lässt vermuten, dass man Comics auch gut zur Förderung einsetzen kann.

Das Lernen mit Comics macht aber nicht nur einen hohen Lern- und Behaltenseffekt, sondern auch allen Spaß, wie die Studie zeigt.

Beispielhaft findest du hier eine Seite aus der Comicserie „Die Wirbeltiere“ zum Herunterladen.

Das Reihenheft dazu „Lernen mit Comics“ ISBN 978-3-7386-5207-9 ist über den Buchhandel erhältlich. Weitere Informationen finden sie hier.

Fressmaschine Maulwurf

Der Maulwurf frisst Regenwürmer, Schnecken, Insektenlarven und Raupen. Erstaunlich ist, wie viel da im Jahr zusammenkommt. Was meinst du, wie viele kg es sind? (Lösung unten)

Außerdem hat das Männchen ein Revier von ca. 6000 m² und gräbt Tunnel von bis zu 100 m pro Nacht.
Während wir über die Maulwurfshaufen auf dem Rasen nicht erfreut sind, ist das Tier doch sehr nützlich, weil er Schädlinge vertilgt, Wühlmäuse vertreibt und den Boden belüftet und durchmischt.
Der Name des Maulwurf kommt von dem Wort „Mull“, was soviel bedeutet wie „weiche Erde“. Der Maulwurf ist also ein „WeicheErdeWerfer“, der übrigens unter Naturschutz steht. Daher darf man ihn nicht fangen oder töten, sondern lediglich verjagen. (Lösung: Das ca. 100 g schwere Tier vertilgt ca. 30 kg pro Jahr, das ist 300 mal soviel wie er wiegt; und wie ist das bei Menschen?)

Rätsel: Wer hat das gesagt?

„Selbst eine ganze Gesellschaft, eine Nation, ja alle gleichzeitigenGesellschaften zusammengenommen sind nicht Eigenthümer der Erde.
Sie sind nur ihre Besitzer, ihre Nutzniesser, und haben sie als boni patres familias den nachfolgenden Generationen verbessert zuhinterlassen.“

Erstaunlicherweise ist dies Zitat nicht von Indianern, Ökologen, Umweltschutzorganisationen oder von den Grünen sondern von Karl Marx, der am 5. Mai 1818 in Trier geboren wurde und in diesem Monat seinen 200.sten Geburtstag feiern würde. Das Zitat wurde im 3. Band des Kapitals von Friedrich Engels 1894 nach seinem Tod veröffentlicht. 

Karl Marx hat wiederholt darauf hingewiesen, dass die kapitalistische Produktionsweise umweltzerstörerisch und nur eine höhere Gesellschaft in der Lage sei, die Naturgrundlagen zu schützen und zu bewahren.

Karl Marx (1818-1883)