Betrunkene Tiere: Alkoholgenuss gibt es vermutlich seit Millionen Jahren – Neues aus der Wissenschaft

Berichte über alkoholtrinkende Primaten gibt es schon lange. Jetzt aber haben zwei Forscherinnen zum ersten Mal nachgewiesen, dass Affen regelmäßig alkoholhaltige Früchte zu sich nehmen. Die Primatenforscherinnen von der California State University untersuchten die in Panama von Schwarzhandklammeraffen gefressenen und weggeworfenen Früchte. „Die Affen aßen die vergorenen Früchte wahrscheinlich wegen der Kalorien mit Ethanol. Denn fermentierte Früchte bieten davon mehr als nicht fermentierte Früchte. Die höheren Kalorien bedeuten mehr Energie.“

Diese Ergebnisse unterstützen die „Drunken Monkey“-Hypothese, die vor 25 Jahren von R. Dudley aufgestellt besagt, dass unser Konsum von Alkohol Millionen Jahre alte Wurzeln hat.

Den Artikel vom MDR und den Originalartikel finden Sie hier.

Übrigens sind die unter anderem im Filmklassiker „Die lustige Welt der Tiere“ berühmt gewordenen torkelnden Elefanten in der afrikanischen Savanne möglicherweise gar nicht betrunken. Biologen halten es für praktisch unmöglich, dass die Dickhäuter durch den Genuss fauler Früchte des Marula-Baumes betrunken werden können. Dazu müssten die Tiere nämlich Unmengen des gärenden Obstes zu sich nehmen.

Nähere Infos, den Link zum Film und die Ursache finden Sie hier.

Wer fällt schon mal betrunken vom Baum? – ein Rätsel

a) Hirschkäfer b) Schwarzhandklammeraffen c) Pantherchamäleons d) Waschbären

Tatsächlich ist es der Hirschkäfer. Hirschkäfer halten sich besonders gern in Eichenwäldern auf, wo sie sich von zuckerhaltigen Pflanzensäften ernähren, die aus Baumwunden der Eichen austreten. Da die Pflanzensäfte an der Austrittsstelle zu Alkohol vergären können, lässt sich nicht selten beobachten, wie betrunkene Hirschkäfer von den Eichen purzeln.

Unterrichtsmaterial vom Netzwerk zur Biodiversität BioFrankfurt kostenlos zum Download

Auf der Seite des Netzwerks zur Biodiversität BioFrankfurt sind für die Sekundarstufe I Unterrichtsmaterialien zur Biodiversität verfügbar. Sie ergänzen das gemeinsame Führungsprogramm „Biodiversität aus vier Blickwinkeln erleben“ der pädagogischen Abteilungen von Palmgengarten, Naturmuseum Senckenberg, StadtWaldHaus und Zoo Frankfurt und dienen der Vor- und Nachbereitung der in diesem Programm angebotenen Führungen im Unterricht. Die Materialien sind auch unabhängig von Führungen für den Unterricht nutzbar. Besonders gefallen mir die Materialien zur Biodiversität und zu den Ökosystemen.

Zur Website von BioFrankfurt geht es hier.

Seen weltweit werden grüner, große Seen jedoch blauer – Neues aus der Wissenschaft

Ob ein See blau oder grün erscheint, hängt auch mit dem Chlorophyll-a Gehalt zusammen. Forschende unter Leitung des IGB haben anhand von Satellitendaten Rückschlüsse auf die Konzentrationen des grünen Farbstoffs gezogen, der von Algen gebildet wird. Sie zeigten, dass 63 Prozent der Seen seit 1997 grüner geworden sind. Betrachtet man jedoch die Seenfläche als Gesamtheit, so kehrt sich dieser Trend um: Etwa 56 Prozent der gesamten Oberfläche von Seen sind bis 2020 blauer geworden. Dies hängt damit zusammen, dass tendenziell das Algenwachstum zugenommen hat, in großen Seen in den letzten zwanzig Jahren jedoch zurückgegangen ist.

Den auch für Schüler:innen leicht verständliche Beitrag des Leibnitz-Instituts kann man im Unterricht gut nutzen, um Methoden für ökologische Daten vorzustellen und Datenauswertung und Interpretation zu schulen.

Hier geht´s zu Seite des Leibnitz-Instituts.

Abhängen, schlafen und fressen – Energiesparen auf Faultierart

Alles macht das Faultier in Zeitlupe. Das ist eine sehr besondere Angepasstheit zum Energiesparen. Welche Fakten sind kein Fake?

a) Faultiere bewegen sich langsam und verbrauchen so wenig Energie für die Muskeln.

b) Faultiere fahren nachts ihre Körpertemperatur von 33 auf ca. 23 Grad herunter.

c) Ihrem Kopf können sie um 270 Grad drehen. So erreichen sie mehr Nahrung ohne großen Kletteraufwand.

d) Pro Tag isst das Faultier nur eine Handvoll Blätter, die 6 bis 7 Tage im Magen bleiben.

Alle Fakten sind richtig. Faultiere sind Vegetarier und fressen Blätter, Blüten, Triebe und Früchte. Das Dreifingerfaultier frisst im Gegensatz zum Zweifingerfaultier nur von Ameisenbäumen. Daher sind in unseren Zoos fast nur Zweifingerfaultiere. Daher sind in unseren Zoos fast nur Zweifingerfaultiere. Dieses Video wurde in einer Auffangstation in Südamerika gedreht. Vielen Dank an Kiki;-)

Interaktive Simulationen für den Unterricht in Naturwissenschaften und Mathematik

Das Projekt „PhET interaktive Simulationen“ der University of Colorado Boulder wurde 2002 vom Nobelpreisträger Carl Wieman gegründet und bietet kostenlose interaktive Simulationen aus Mathematik und Naturwissenschaften. PhET Simulationen basieren auf umfangreicher Lehrerfahrung und leiten die Schüler und Studenten durch eine intuitive, spiel-ähnliche Umgebung. In der Biologie gefällt mir besonders die Simulation zum Farbensehen und zur natürlichen Selektion.

Hier finden Sie die Seite der PhET.

Trierer Forscher entdeckt Insekten-Erbgut in Teebeutel – Neues aus der Wissenschaft

Forschende der Universität Trier haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich DNA-Spuren von Insekten aus getrockneten Pflanzen gewinnen und auswerten lassen. »Wir haben handelsübliche Tees und Kräuter untersucht und dabei in einem einzigen Teebeutel DNA von bis zu 400 verschiedenen Insektenarten gefunden«, sagt Henrik Krehenwinkel von der Universität Trier.

Weiteres Infos finden Sie hier auf der Seite von Spektrum.de.

Online Methodenakademie: Wie viel Boden brauchen wir?

Das Forum Umweltbildung bietet am 18.10. von 15.30 -17.30 Uhr eine Fortbildung zum Thema Boden.

Ein Leben ohne Boden ist unmöglich. Er bietet Lebensraum für Kleinstlebewesen, speichert Wasser und Nährstoffe, reguliert unser Klima und ist wesentliche Grundlage unserer Nahrungsmittelproduktion. Trotzdem verbauen wir ihn rasant, besonders in Österreich, und zwar für Siedlungs- und Verkehrszwecke aber auch für intensive Erholungsnutzungen, Deponien, Abbauflächen und Kraftwerksanlagen. Dies trifft uns langfristig vor allem deshalb, weil die Ressource Boden endlich ist und einmal verbaute Böden nur aufwändig entsiegelt bzw. regeneriert werden können.

Hier finden Sie weitere Informationen.

Was sagt eine Maus, wenn sie eine Fledermaus sieht? – Witze zum Unterricht

„Guck mal, ein Engel!“

Witze kann man auch wunderbar zur Systematik nutzen. Sie bieten einen interessanten Aufhänger für die Recherche sonst langweiliger Zusammenhänge.

Und wie sind Maus und Fledermaus verwandt? Ein sicher spannende Recherche.

Oder für die Oberstufe: Die fliegende „Maus“: Konvergente Evolution am Beispiel der Fledermaus. Informationen dazu finden Sie bei unseren Schweizer Freunden auf der Seite der SimpleScienceStiftung.

Frösche entkommen ihren Feinden mit Köpfchen oder guter Tarnung – Neues aus der Wissenschaft

Wie können sich Frösche vor Räubern schützen? Einige Arten setzen auf ein flexibles Fluchtverhalten: Sie entwickelten ein grosses Hirn und starke Hinterbeine. Sind jedoch viele Fressfeinde vorhanden, braucht diese Strategie zu viel Energie, weshalb sich andere Arten auf starke Tarnfärbung und geringe Mobilität spezialisierten. Erstmals zeigen Evolutionsbiologen der Universität Zürich, wie sich die Überlebensstrategien der Frösche evolutionär verändert haben.

Den Artikel der Uni Zürich finden Sie hier.