Die Bundesanstalt für Landwirschaft und Ernährung hat ein kostenloses Mystery herausgegeben. Das ist eine spannende Unterrichtsmethode, bei der die Schülerinnen und Schüler zu Detektiven werden. Sie lösen gemeinsam – oder in Corona-Zeiten auch alleine – ein Rätsel mit einzelnen, nacheinander bekannt werdenden Fakten. Hier finden Sie das spannende Material.
Auf privaten und öffentlichen Grünflächen in Deutschland könnten rund 40 Prozent der rückläufigen und gefährdeten heimischen Pflanzenarten gepflanzt werden und seien damit für Conservation Gardening geeignet. Zu dieser Erkenntnis kommen Forschende des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung iDiv und der Universität Leipzig, nachdem sie die neuesten Daten der laut Roter Liste gefährdeten Arten aller 16 deutschen Bundesländer gesammelt haben.
Die gesammelten Daten bieten die Grundlage für eine von den Forschenden entwickelte App, die Listen von Conservation Gardening geeigneten Pflanzen für jedes Bundesland der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.
Passend zum Biodiversitätsbericht bietet das Reihenheft „Neobiota – Aufgaben für Unterricht und Exkursion“ Materialien zu diesem aktuellen Thema, die flexibel einsetzbar sind. Alle Informationen zu den ausgewählten Pflanzen und Tieren finden Sie in Form von bebilderten Steckbriefen mit entsprechenden Leitfragen und Lösungsblättern. Ein kontextorientierter Einstieg und eine Bewertungsaufgabe zum Riesenbärenklau runden das Unterrichtsmaterial ab. Materialien zur Anpassung der Exkursionsmaterialien an andere Standorte und die Einbindung in die bundesweiten Bildungsstandards und die Kernlehrpläne NRW für alle Schulformen sind ebenfalls enthalten.
„Das musst du mal googlen“, schrieb meine Tochter, „ist perfekt für Bio-Zeichnungen.“ Viren, Bakterien, Zellen, Mitose, Templates für viele biologische Zusammenhänge. Man muss sich einmal anmelden. Dann kann man die kostenlose Version nutzen. Mit etwas Übung gelingen gute Abbildungen für Unterricht und Forschung.
„Was macht Unterricht lernwirksam?“ ist ein Vortrag, den ich im Rahmen von Fortbildungen häufig gehalten habe. Eigentlich ist es sehr trivial, aber trotzdem nicht immer einfach zu bedenken.
Vielleicht hat der ein oder andere Verwendung oder findet es einfach spannend sich durch die Studien zu informieren. Die Links zu den Forschungsarbeiten dazu finden sich im Vortrag.(PDF)
Die Rose von Jericho kann zum Überstehen von Trockenperioden vollständig austrocknen. Während dieser Zeit rollte die tellerförmige, am Boden anliegend wachsende Pflanze ihre Äste ein und bildet eine Kugel. Kommt die Rose von Jericho mit Wasser in Kontakt, so breitet sie ihre Äste wieder aus.
Diskutieren kann man sie im Rahmen von Angepasstheiten von Pflanzen an Trockenheit und wie wechselfeuchte (poikilohydre) Pflanzen diese Phasen im Gegensatz zu eigenfeuchten (homoiohydrische) Pflanzen überdauern. Was es mit der echten und der unechten Rose von Jericho auf sich hat und wie man den hygroskopischen Vorgang erklärt, erfahren Sie im Arbeitsmaterial.
Übrigens kann man die Pflanze einfach in seinem Blumengeschäft oder im Internet bestellen. 3 Stück kosten ca. 10€.
„Bildung muss nicht langweilig sein“ – dieser Idee folgend informiert WissensWerte mit kurzen Animations-Clips über komplexe Themen, die uns alle betreffen – und die es wert sind über sie Bescheid zu wissen. Auch zu Energiewende, Klimawandel oder unsere Meere uvm…empfohlen vom Deutschen Bildungsserver.
Die Beziehungen in Ökosystemen sind sehr komplex. Neben Räuber-Beute-Beziehungen beeinflussen noch andere Zusammenhänge die Zusammensetzung der Biozönose. Im Banff-Nationalpark hat man herausgefunden, dass durch die Rückkehr der Wölfe sich die Anzahl der Singvögel verdoppelt hat.
Die Wölfe jagen Wapitis-Hirsche, die bisher als ausgewachsene Tiere keine Feinde hatten. Vermehren sich Wapiti-Hirsche stark, verbeißen sie vor allem Pappeln und Weiden. Dadurch haben die Singvögel weniger Nistmöglichkeiten und ihre Zahl nimmt ab. Seit die Wolfspopulationen wieder gestiegen sind, wachsen auch die Populationen anderer Aasfresser, wie Weißkopfseeadler, Kojoten, Kolkraben, Elstern und viele mehr. Wer genauer nachlesen möchten: „Wieder Wölfe im Yellowstone-Park“, Spektrum der Wissenschaft, 2004 oder die Originalliteratur: Reintroduction of Wolves to Yellostone National Park, Smiths and Bangs, 2009
Das Bild der „Lunge der Erde“ kann man für Unterrichtszwecke wunderbar nutzen, weil es letztlich eine falsche Vorstellung produziert. Eine Lunge gibt keinen Sauerstoff ab, sondern nimmt ihn auf. Auch die Zahl von 20 Prozent bezeichnen Umweltforscher als falsch, obwohl sie aktuell in der Presse kursiert. „Die Aussage ist nicht richtig und rührt von einem nur teilweisen Verständnis davon, wie Ökosysteme funktionieren“, sagt Yadvinder Malhi, Direktor des Oxford Centre for Tropical Forests.
Das Ruhr Museum Essen ist dringend auf der Suche nach neuen Guides, die im Museum naturkundlich thematisierte Führungen/Workshops/Kindergeburtstage durchführen möchten.